16 Oktober 2017

16. Oktober, 2017


Nach Media Days, Trainingscamps und ersten Testläufen ist klar: das neue NBA-Jahr 2017/18 ist inoffiziell underways. Wir haben wie gewohnt alle 30 Mannschaften durchgecheckt und prognostizieren euch bis zum echten Start am 17. Oktober die kommende Saison. Heute: die New Orleans Pelicans.

von GERRIT LAGENSTEIN @GAL_Sports

Flashback
34-48, keine Playoffs

Plus
Rajon Rondo
Tony Allen
Ian Clark
Darius Miller
Frank Jackson

Minus
Tim Frazier
Quincy Pondexter
Donatas Motiejūnas
Hollis Thompson
Quinn Cook
Axel Toupane

Was ist Neu?
Wenn die Pels am 18. Oktober zum ersten Sprungball der Saison aufs Feld treten, werden die neuen Nike-Trikots als auffälligste Veränderung ins Auge springen. Die Starting Five von Coach Alvin Gentry wird sich nur deshalb von der letztjährigen unterscheiden, weil Solomon Hill nach einer Oberschenkel-OP noch monatelang ausfallen wird. Das Front Office beschränkte sich im Sommer auf das Verstärken der zuletzt enttäuschenden Bank.

Rajon Rondo underwent succesful surgery this morning to repair a core muscle injury. Expected to miss approximately 4-6 weeks.

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Beste Addition
Rajon Rondo ...  Der Point Guard mag seine besten Jahre hinter sich haben. Aus 'Playoff-Rondo' ist ein NBA-Wandervogel geworden. Als Back-Up auf der Eins steht der 31-Jährige New Orleans trotzdem gut zu Gesicht. Voraussetzung: Rondo akzeptiert seine kleinere Rolle. Mit seinen Kentucky-Boys DeMarcus Cousins und Anthony Davis an der Seite stehen die Chancen dafür recht gut.

The Planet
Anthony Davis ... Kaum zu glauben aber wahr: Die Monobraue geht in ihre sechste Saison in der NBA und ist trotzdem der drittjüngste Spieler im Roster der Pelicans. Im vergangenen Jahr steigerte Davis seine Statistiken endgültig auf Superstar-Level. 28,0 Punkte und 11,8 Rebounds sind MVP-Werte. Wenn der Big Man sein Team zu einer ähnlichen Bilanz führt wie Russell Westbrook seine OKC Thunder im vergangenen Jahr, sollte AD definitiv zum Favoritenkreis für die Maurice-Podoloff-Trophy zählen.


Rising Star
DeMarcus Cousins ... Boogie wollte aus Sacramento weg, um endlich einmal die Playoffs zu erreichen. Diese Hoffnung erfüllte sich im ersten Anlauf mit New Orleans nicht. Das lag jedoch weniger am Center. Der legte mit 24,4 Punkten und 12,4 Rebounds im Schnitt auch in Louisiana elitäre Zahlen auf. 2017/18 wird er nicht nachlassen. Immerhin wird Cousins nächsten Sommer Free Agent. Spätestens jetzt sollte er beweisen, dass er ein Team führen und nicht nur für schlechte Stimmung sorgen kann.

Don’t Sleep! 
Jrue Holiday ... 126 Mio. $ über fünf Jahre für einen verletzungsanfälligen Point Guard sind ein stolzer Preis. In Holidays Fall waren NoLa jedoch die Hände gebunden. Die Pelicans brauchen einen fähigen Spielmacher, der ihre Premium-Big-Men in Szene setzen kann. Aufgrund von Salary-Cap-Restriktionen konnte das Front Office keinen externen Spieler von Holidays Format verpflichten. Nun liegt es am 27-Jährigen, zu beweisen, dass er sein Geld wert ist.


Beste Fünf
Rondo – Holiday – Hill – Davis – Cousins

Good News
+ Der Frontcourt aus Cousins und Davis sucht ligaweit seinesgleichen
+ Rondo für 3,3 Mio. Dollar könnte ein Steal sein
+ Auf der achtbesten Verteidigung des Vorjahres kann aufgebaut werden
+ Die Abgänge sind verschmerzbar

Bad News
- Die Konkurrenz im Westen ist nicht schlechter geworden
- Das Verletzungspech bleibt den Pels treu – Hill wird monatelang ausfallen
- Keine finanzielle Flexibilität bis 2020
- Zukunft von Cousins ungewiss

Was fehlt?
Vermutlich weiterhin Qualität auf der Bank. Wenn deine Top-Neuzugänge im Jahr 2017 Tony Allen und Rajon Rondo heißen, ist es schwer zu argumentieren, dass das Management das Beste rausgeholt hat. Vielmehr würde es nicht überraschen, wenn die beiden im Pelicans-Lazarett enden, das Jahr für Jahr gut gefüllt ist.

Check 1,2
DeMarcus Cousins wird Alvin Gentry mehr als nur 17 Spiele zur Verfügung stehen. Alleine das verspricht eine Steigerung der Siegesquote. Einen großen Schritt nach vorne werden die Pelicans jedoch kaum machen. Dafür sind zu große Teile des Kaders bestenfalls durchschnittlich besetzt. New Orleans hängt in der gefürchtetsten Ebene der NBA fest: dem Mittelfeld. Das heißt: vermutlich keine Playoffs, aber definitiv auch kein hoher Lottery Pick.

Chef-Orakel
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