30 November 2017

30. November, 2017


Die ersten hochkarätig besetzten Turniere der NCAA Saison sind gelaufen und sorgten bereits für viel Gesprächsstoff, Sorgenkinder, Breakout Player und vor allem Partien höchster Güteklasse. Ein Überblick zu den Ereignissen der vergangenen Woche ist daher nur angemessen.

von AXEL BABST @CoachBabst

Gleich drei große Turniere wurden zum Teil parallel im Laufe der Thanksgiving Woche ausgetragen. Neben dem "Battle 4 Atlantis" auf den Bahamas und dem "Maui Invitational" auf Hawai'i organisierte Nike zu Ehren des 80. Geburtstag von Phil Knight, der das Imperium aufbaute, das "PK80".


Geladen waren die größten Namen, die von besagtem Sportartikelhersteller ausgestattet werden. Bei allen drei Turnieren war die Qualität der Spiele nicht nur für den frühen Saisonzeitpunkt enorm hoch.

Duke Blue Devils

Der Favorit behielt in Portland seine weiße Weste, wurde allerdings mehr als nur getestet. Drei Mal gingen die Blue Devils mit einem Rückstand in die Halbzeit. Bereits zum Auftakt gegen Portland State drohte eine Blamage, ehe die 2-3-Zone und ein dünnes Nervenkostüm beim Underdog die Weichen zum am Ende deutlichen 99:81 Sieg stellten. Gegen Texas musste sich Duke in die Verlängerung retten und im Finale konnten sie den Florida Gators erst in der Schlussminute das Spiel stehlen.

Großen Anteil am Turniersieg hatte Marvin Bagley. Der Freshman wird bisher seinen Vorschusslorbeeren gerecht. 82 Punkte und 45 Rebounds in drei Spielen sind beeindruckende Werte. Gerade als Aktivposten im Rebound ist Bagley schon jetzt auf einem elitären Level. Bagley weiß, wie er seine Größenvorteile (2,11m) einsetzen muss und antizipiert hervorragend, wo der Fehlwurf landen wird. Durch sein Offensivrebounding (13,7% ORB%) erarbeitet er sich viele Punkte und ist ein verlässlicher Produzent.

Neben seinen Putbacks wird Bagley über die Saison zeigen müssen, wie weit gefächert sein Skillset im Angriff tatsächlich schon ist und welche Entwicklung er möglicherweise noch nehmen muss beziehungsweise überhaupt nehmen kann. Momentan lebt Bagley sehr stark von seiner linken Hand. Selten schließt er mit rechts ab, was ihn berechenbar macht und grundsätzlich einschränkt.

Auch mit seiner stärkeren Hand beweist er zwar Touch, allerdings fehlen ihm im Faceup noch Ballhandling und Moves.


Senior Guard Grayson Allen sollte eigentlich die Konstante bei den Blue Devils sein, wird momentan jedoch von Freshman Bagley in den Schatten gestellt. Das ist zwar sicherlich auch ein weiteres Kompliment für Bagley, doch nach Allens sensationeller 37 Punkte Performance gegen Michigan State, unterliegt der Guard deutlichen Leistungsschwankungen - nicht nur zwischen, sondern auch in Spielen.

Wenn es brenzlig wird, kann Allen übernehmen und zeigte das in Portland immer wieder. Darauf werden die Blue Devils im März sicherlich häufiger zurückgreifen müssen.


Zumindest werden Allens verrückte Dreier solange als Versicherung herhalten müssen, bis Coach K aus dem Team eine funktionierende Einheit in der Defense formt. 40 Minuten Zone gegen Michigan State waren ein deutlicher Fingerzeig, an welchem Ende des Feldes die größten Baustellen des Teams bereinigt werden müssen. Auch beim "PK80" musste die Trainerlegende der Blue Devils häufiger auf dieses Stilmittel zurückgreifen.

Die Fehler in der Verteidigung beginnen meistens mit schlechtem Verhalten in der Transition. Zu selten sprinten alle fünf Spieler zurück und auch die Kommunikation lässt zu wünschen übrig. Die größte Schwachstelle ist bis jetzt das Pick & Roll. Duke will hier in der Regel flach verteidigen, allerdings schaffen es die Verteidiger am Ball zu selten, ihren Gegenspieler in den Block zu führen und die Bigs stehen somit nicht in der richtigen Position.


Michigan State Spartans

Neben Duke konnte Michigan State das zweite Bracket des "PK80" gewinnen. Siege über DePaul und UConn, die jeweils nach einer deutlich besseren zweiten Halbzeit errungen werden konnten, bereiteten den Weg ins Finale gegen North Carolina. Dort war Michigan State das ganze Spiel über die bessere Mannschaft.

Für Coverboy Miles Bridges kam das Turnier jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Gegen Stony Brook war der allgemeine Favorit zum Spieler des Jahres umgeknickt. Als Vorsichtsmaßnahme spielte er deswegen gegen DePaul gar nicht und gegen UConn nur begrenz. Auch im letzten Spiel war Bridges noch deutlich anzumerken, dass er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.

In Hinblick auf seine NBA Zukunft bot das Turnier daher keine Aussagekraft. Ob sein Dreier verlässlicher geworden ist und inwiefern er mehr Ballhandler als Slasher sein kann, wird der weitere Saisonverlauf zeigen müssen.


Die Entdeckung der ersten Saisonwochen ist für die meisten Draft Begeisterten Jaren Jackson Jr. Der Freshman besticht durch seine Anlagen. Um die 2,10m groß und mit einer ordentlichen Spannweite ausgestattet, ist Jackson sehr beweglich und athletisch. Angesichts der Tatsache, dass der College Frischling erst im September seinen 18. Geburtstag feierte, prangt das Wort Upside auf seiner Stirn.

Abseits dieser vielversprechenden ersten biologischen Daten muss jedoch auch festgehalten werden, dass sich Jackson besonders spielerisch im Laufe der letzten 16 Monate massiv entwickelt hat. War er als Mitglied der us-amerikanischen U17 bei der Weltmeisterschaft 2016 noch auf Durchstecker und Putbacks angewiesen, kann er mittlerweile auch mal einen Dreier einnetzen, im Postup einen Jumphook verwandeln und hat seine defensive Fußarbeit extrem verbessert.

Zwar muss er noch immer einen großen Rückstand zu anderen Freshman Bigs in Bezug auf seine basketballerischen Fähigkeiten aufholen, doch seine Entwicklung ist bereits jetzt eindrucksvoll.


Zurück zur NCAA Perspektive: Für das Abschneiden der Spartans wird das Point Guard Play von essentieller Bedeutung sein. Während von Senior Tum-Tum Nairn kaum etwas zu sehen war, zeigte Sophomore Cassius Winston mehr Licht als Schatten und scheint sich in die richtige Richtung zu entwickeln. Gegen größere Gegner und beim Finish in der Zone, hat er aufgrund seiner geringen Körperhöhe immer noch Probleme. Als Spielgestalter diktiert er das Tempo mittlerweile wesentlich besser.


Villanova Wildcats

Dritter Turniersieger sind die Villanova Wildcats. Während andere Mannschaften für große Schlagzeilen sorgen oder ihre Spieler diese produzieren, scheint mal wieder unterzugehen, wie solide die Vertreter aus Philadelphia in die Saison gestartet sind. Die altersbedingten Abgänge von Allrounder Josh Hart und Volksheld Kris Jenkins wurden schnell verarbeitet.

Jalen Brunson ist nun der unangefochtene Chef im Ring und zeigte sich in seiner neuen Rolle direkt sehr selbstbewusst. Gegen Tennessee war er derjenige, der aus einem Rückstand von zehn Punkten zur Halbzeit mit wichtigen Punkten das Comeback initiierte und über die gesamte zweite Hälfte steuerte.

Der Junior ist nicht athletisch oder groß, aber unheimlich abgezockt und vermutlich der beste Ballhandler im hohen Pick & Roll, den die NCAA zu bieten hat. Auch wenn er sich als Finisher mit der rechten Hand stetig verbessert, liebt der Linkshänder den Drive über seine stärkere Seite und ist bullig genug, um jeden Kontakt zu absorbieren. Zur Not greift er zum staubtrockenen Pullup aus der Mitteldistanz oder jenseits der Dreierlinie.


Auch NBA Fans kommen bei Nova auf ihre Kosten. Sollte sich Mikal Bridges nach seinem Junior Jahr vorzeitig zum Draft anmelden, hätte er sicher gute Chancen auf die erste Runde. Er ist vielleicht der beste 3-and-D-Spieler, den der Jahrgang bieten könnte und bietet Potenzial als Allrounder.

Mit seinen spinnenähnlichen Gliedmaßen ist er in der Defense eine Pest für den jeweiligen Angreifer, der ihm anvertraut wird. Schnelle Hände, lange Arme und noch längere Schritte machen Dribblings und Würfe zur Tortur.

Sein eigenes offensives Spiel entwickelt sich ebenfalls weiter. Besonders der Wurf sieht im Vergleich zu den ersten beiden Jahren deutlich besser aus. Der Release Punkt ist ein wenig höher, die Bewegung flüssiger und das Handgelenk klappt sauberer ab. Zusätzlich offenbart er nun Ansätze im Eins-gegen-Eins.


Notre Dame Fighting Irish

Die Fighting Irish kamen als strahlende Gewinner von ihrem Trip nach Hawai'i zurück. In einem packenden Finale bezwangen sie Wichita State durch zwei Freiwürfe nur zwei Sekunden vor dem Ende der Partie. Wie immer überzeugen die Aspiranten auf das Final Four durch ihre balancierte Offense.

Angeführt wird der Angriff durch das Duo aus Point Guard Matt Farrell und den positionslosen Bonzie Colson. Farrell ist ein kreativer Aufbauspieler, der sich von einem Freshman mit 62 Saisonminuten zum Floor General und Motor einer der gefährlichsten Offensivmaschinen der NCAA mausern konnte. Sein Spielwitz wird besonders im Pick & Roll deutlich, wo er gleich zwei Verteidiger mit einer einfachen Hesitation verladen kann. Sein Auge für den Mitspieler macht ihn zum kompletten Aufbauspieler.


Colsons Draftplatzierung dürfte im kommenden Juni eine der interessanten Geschichten des Abends werden. Einst von Coach Mike Brey aus der Not heraus auf den Court gestellt, ist er eines der schwierigsten Matchups der NCAA. Gelistet wird Colson Forward mit 1,96m. Doch weder das eine noch das andere dürfte auf Colson zutreffen.

Nominell als Power Forward aufgestellt, kann Colson Dreier versenken oder im Eins-gegen-Eins scoren. Im direkten Matchup liest Colson, was sein Gegenspieler für Schwächen hat und macht sich diese zu Nutze. Er persönlich hat keine Vorlieben. Der Senior kann von der Dreierlinie attackieren, im Lowpost scoren oder seine Floater/Leaner anbringen. Dank seiner Reboundqualitäten ist ein Double Double bei ihm fast schon garantiert.


Arizona Wildcats

Wenn es ein Team gibt, dass diese vergangene Woche gerne schnell abhaken würde, dann ist das sicherlich Arizona. Die Wildcats reisten mit Ranking an zweiter Stelle und hohen Erwartungen in die Heimat ihres NBA Prospects DeAndre Ayton und traten die Rückreise als geprügelte Hunde mit drei Niederlagen im Gepäck zurück.

Ayton zeigte jedoch zumindest, warum er jahrelang als bester Spieler des Highschool Jahrgangs galt und erst auf der Schlussgeraden von Michael Porter Jr und Marvin Bagley III verdrängt wurde. Ayton ist alleine physisch eine Ausnahmeerscheinung. Über 2,13m groß bewegt sich Ayton wie ein Guard über das Feld und überragt mit seiner Explosivität. Die Kombination aus Größe, Physis und Beweglichkeit konnten beispielsweise weder Karl-Anthony Towns noch Anthony Davis als Freshmen aufbieten.

Auch das Skillset ist ansprechend. Ayton ist ein exzellenter Rebounder an beiden Enden des Feldes, hat Postmoves, ist ein guter Finisher im Pick & Roll und verfügt sogar über einen Dreier. Kritik auf hohem Niveau besteht offensiv noch darin, dass er zu oft Bälle nicht fängt und stattdessen tippt und in seiner gelegentlichen Passivität. Verglichen mit Dukes Bagley suchte Ayton seltener den Abschluss in Eigenregie. Das muss per se aber keine Schwäche sein.

In der Defense überzeugte Ayton im Eins-gegen-Eins. Er kann Closeouts gegen Flügelspieler verteidigt, erschwert mit seiner Länge Würfe am Perimeter und beschützt den Ring. Auch als Helpside Verteidiger war Ayton oft in der richtigen Position.


Defense dürfte für die Wildcats in den kommenden Wochen das große Thema sein. Kaum ein anderer Coach legt so viel Wert auf Detailtreue in der Verteidigung wie Arizonas Sean Miller. Entsprechend angesäuert dürfte er ob des Dargebotenen auf den Bahamas gewesen sein. Fokus und Intensität fehlten in manchen Phasen und bei manchen Lineups komplett.

Besondere Probleme bereiten mal wieder alle Situationen, in denen ein direkter Block gestellt wird. Wie schon in Vorjahren tun sich die Arizona Bigs schwer, Guards vor sich und aus der Zone zu halten. Besonders das Pick & Pop könnte ein Knackpunkt werden.


Zudem muss Allonzo Trier zeigen, dass die riesige Freude, die sich unter der Anhängerschaft nach der Verkündigung der Rückkehr, breitmachte, berechtigt war. Bisher scort Trier zwar in absoluten Zahlen relativ ordentlich, allerdings sind seine Wurfauswahl und seine allgemeine Fehlerquote nach wie vor zu hoch.

Trier forciert Würfe und muss besonders sein Ballhandling verbessern. Irgendwann ist sonst nicht mehr zu rechtfertigen, dass Trier den Ball öfter und vor allem länger in der Hand als Ayton oder Rawle Alkins hält.


Florida Gators

Das genaue Gegenteil der Arizona Wildcats sind die Florida Gators. Ohne große Namen bestückt und vor der Saison durchaus kritisch beäugt, nutzten die Spieler von Mike White das Turnier in Portland, um sich Respekt zu verschaffen. Ein grandioser Sieg nach zweifacher Verlängerung über Gonzaga und ein teils dominanter Auftritt gegen Duke im Finale ließen die Gators zwischenzeitlich wie das beste Team der NCAA aussehen.

Ein Grund für das gute Abschneiden sind die beherzten Auftritte von Chris Chiozza. Der Senior ist nach dem Abgang von Kasey Hill nun der alleinige Floor General und blüht in dieser verantwortungsvollen Rolle regelrecht auf. Der kleine Guard hat eine solche Geschwindigkeit in seinem Spiel, dass er das ganze Team mitreißt und jeden Gegner schwindelig spielt.

Auch wenn Chiozza momentan mehr Ballverluste (über zwei pro Spiel) produziert als zuvor, ist sein positiver Effekt in der Offense allgegenwärtig und seine Effizienz trotz mehr Verantwortung gestiegen. Zehn seiner 17 Dreier traf Chiozza bislang und über sechs Assists legt der Point Guard pro Spiel auf.


Grundsätzlich definiert sich Florida dieses Jahr eher über die Offense, was ein deutlicher Richtungswechsel zur Vorsaison ist. Da waren die Gators noch eines der besten Defensivteams. Allerdings hat sich auch das Personal gewandelt.

Mit Graduate Transfer Egor Koulechov und Virginia Tech Transfer Jalen Hudson hat White nun neben Keyvaughn Allen zwei weitere Scorer und vor allem Shooter zur Verfügung. Gutes Spacing und hohes Tempo sind damit garantiert und machen Florida zu einem gefährlichen Team.


Gonzaga Bulldogs

Nach dem Einzug ins Finale ist für Coach Mark Few im vergangenen Frühjahr eine Last von den Schultern gefallen. Für Few ist das jedoch kein Grund zum Zurücklehnen. Auch in diesem Jahr bieten die Bulldogs eine schlagkräftige Truppe auf. Ohne Namen wie Karnowski, Williams-Goss oder Collins zahlt sich besonders die individuelle Spielerentwicklung der Rollenspieler des Vorjahres aus.

Besonders Johnathan Williams übernimmt nun wesentlich mehr Verantwortung. Der Linkshänder ist nach wie vor ein starker Rebounder und Finisher in der Zone, erarbeitet sich aber deutlich mehr Abschlüsse im Eins-gegen-Eins. Gute Fußarbeit und eine neu entdeckte rechte Hand machen ihn zum verlässlichen Scorer. Im Faceup ist er noch nicht ganz so sattelfest, doch auch hier zieht er mit größerem Selbstverständnis zum Brett.


Eine Schlüsselrolle nimmt Josh Perkins ein. Dieser ist von Natur aus ein Scoring Guard, der besonders auf den eigenen Wurf schaut und wichtige Dreier versenken kann. Von ihm wird jedoch in erster Linie verlangt, dass er die Setoffense organisieren und das Spiel dirigieren kann. Ob ihm das in den wichtigen Spielen gelingt, wird abzuwarten sein. Gegen Texas wackelte er gehörig gegen Ende der Begegnung. Mehrere Turnover ermöglichten Texas den Ausgleich zur Verlängerung.


Gonzaga hat insgesamt eine Menge guter Rollenspieler, doch haben sie den einen Spieler, der ein Spiel übernehmen kann, falls es brenzlig werden sollte?

Wichita State Shockers

Die Shockers sind in diesesm Jahr vielleicht das stärkste und erfahrenste Team, das Erfolgscoach Gregg Marshall bisher zur Verfügung hatte. Gegen California geriet dieser Status in ernste Gefahr, als die Shockers Mitte der zweiten Halbzeit gegen ein Team im Rebuild und ohne Erfahrung 44:61 zurücklagen. Das Comeback und ein starker Auftritt gegen Notre Dame rückten das Bild jedoch einigermaßen wieder zurecht. Kommt zu Beginn der Saison mit Markis McDuffie der zweitbeste Spieler des Teams von seiner Verletzung zurück, greifen die Shockers an.

Bis dahin ist es an Landry Shamet, die Zügel an sich zu reißen und sein hohes Niveau zu halten. Der Sophomore Guard gehört zu den besten Aufbauspielern des Landes und ist mit 1,93m einer der größten seiner Zunft. Shamet spielt in seinem eigenen Tempo und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Er stellt sich die Verteidigung so zurecht, wie er sie haben möchte und attackiert sie dann schonungslos.

Seine Größe macht ihn einerseits zu einem guten Finisher in der Zone und erlaubt es ihm andererseits im Pick & Roll Pässe zu sehen und zu spielen, die ein anderer Ballhandler nicht anbringen könnte. Dank seines verlässlichen Dreiers (letzte Saison 43,9%; diese bisher 12/24) ist Shamet im Gesamtpaket am College nicht zu verteidigen.


Den Gegenpol bildet Shaq Morris. Der Redshirt Senior ist ein Bulldozer in der Zone. Mit 2,03m und fast 130 Kilo Muskeln beherrscht er das Geschehen und muss sich vor keinem anderen Big der NCAA in Acht nehmen. Offensiv ist Morris mehr als nur Finisher und Abräumer im Rebound. Er hat durchaus Skills im Lowpost und seinen Wurf innerhalb der letzten zwei Jahre deutlich verfeinert. Mittlerweile trifft er sogar Dreier.

Noch wertvoller ist Morris in der Verteidigung. Er kommuniziert und ist der Turm in der Schlacht. Da er von guten Verteidigern umringt ist, muss er nur selten Fehler seiner Mitspieler ausbügeln. Doch sobald er gefordert ist, kann sich das Team auf Morris als Rimprotector verlassen.


Grundsätzlich haben die Shockers das Potenzial zum besten Defensivteam der NCAA. Gegen California war die Diamond Press der ausschlaggebende Grund für die Aufholjagd. Selbst Notre Dame hatte Probleme mit der aggressiven Halfcourt Defense der Shockers.