02 Dezember 2017

2. Dezember, 2017


Die Wahl zum #NBACHEF Spieler des Monats meldet sich mit zwei Stammgästen dieser Kategorie zurück. LeBron James (Cleveland Cavaliers) gewinnt im Osten, James Harden (Houston Rockets) im Westen. Für LeBron ist es bereits die siebte Auszeichnung, fünf der sieben letzten Votings der Eastern Conference gehen ins Hause James. Für Harden ist es „erst“ die vierte Auszeichnung, dafür fährt er ein perfektes Ergebnis ein.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

LeBron James
(Cleveland Cavaliers)

Stats Oktober/November:
28,0 PPG | 8,1 RPG | 8,5 APG | 1,2 BPG | 1,3 SPG | 58,4% FG | 75,8% FT in 22 gm.

Highlights u. a.:
29 Pts, 16 Reb, 9 Ass, 2 Blk, beim Sieg über die Celtics [17.10.]
57 Pts, 11 Reb, 7 Ass, 2 Blk, 3 Stl beim Sieg über die Wizards [3.11.]
39 Pts, 14 Reb, 17-26 FG, beim Sieg über die Clippers [17.11.]

Für einige Tage herrschte Krisenstimmung beim dreifachen Finalisten: Die Cavs hatten Ende Oktober/Anfang November vier Spiele in Folge verloren, gegen die Nets, Pelicans, Knicks und Pacers – sprich: nicht gerade die Elite der Liga. Der Saisonstart war missglückt, Cleveland stand bei 3-5 Siegen. Rufe nach dem abgewanderten Kyrie Irving wurden lauter, ebenso nach dem Kopf von Headcoach Tyronn Lue.

Einen Monat und zehn Siege in Folge später ist beim Champion von 2016 wieder Normalität eingekehrt – und das liegt wenig überraschend vornehmlich am nimmermüden LeBron James (37,0 Minuten pro Spiel, die zweitmeisten ligaweit). Der König von Cleveland beantwortete erwähnte Niederlagenserie mit einer 57 Punkte-Gala gegen die Washington Wizards und weckte damit den schlafenden Riesen.

Seither greifen die Rädchen ineinander und Cleveland wird wieder seiner Favoritenrolle gerecht, nur die Boston Celtics steht aktuell in der Eastern Conference besser da. Dass knapp 60% von LeBrons Field Goals und 42,5% seiner Dreier ins Ziel gehen wirken bei ihm irgendwie selbstverständlich. Nicht vorstellbar, wie die Kavaliere sportlich ohne James existieren sollen.

Vorerst also keine guten Neuigkeiten für die Konkurrenz im Osten. LeBron zeigt noch immer keinerlei Anzeichen von Ermüdung oder Sättigung. Ganz ohne Widerstand setzt er sich dann aber doch nicht durch: 56% der Stimmen entfallen auf den bald 33-Jährigen. Je 22% und damit ein geteilter zweiter Platz geht an Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks und LeBrons ehemaligen Teamkollegen Kyrie Irving von den Boston Celtics.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Es ist ein Reflex, bei einem der besten Spieler aller Zeiten nicht mehr so genau hinzusehen, wenn er allabendlich den Boxscore füllt. Immerhin macht Akrons Lieblingssohn das in der NBA schon seit 15 Jahren so und nie anders. Dass LeBron James aber mit bald 33 Lenzen (in vier Wochen ist es soweit) die vielleicht beste Saison seiner Karriere entkorkt hat, bedeutet nichts Gutes für den Rest der Liga. Noch nie war ein Profi in der Association so spät in seiner Karriere so produktiv. LeBron ist, Stand heute, MVP. (Seb Dumitru)

Lieber Kyrie, Du bist aus Cleveland geflüchtet, um nicht mehr mit diesem Typen zusammenspielen zu müssen? Was stimmt nicht mit Dir? Was gibt es für ein besseren Mitspieler als einen LeBron, der sein Team im Alleingang auf Platz zwei geführt hat? Gut, Du stehst an der Spitze, aber warte mal, bis die Playoffs anfangen. Wenn Du LeBron im Postseason-Modus gegenüberstehst, wirst Du Deinen Wechsel schon noch bereuen. (Gerrit Lagenstein)



James Harden
(Houston Rockets)

Stats Oktober/November:
31,5 PPG | 5,2 RPG | 9,8 APG | 0,5 BPG | 1,7 SPG | 45,1% FG | 86,6% FT in 21 gm.

Highlights u. a.:
56 Pts, 13 Ass, 2 Stl, 7-8 TPM, beim Sieg über die Jazz [5.11.]
35 Pts, 11 Reb, 13 Ass, 5 Stl, beim Sieg über die Cavaliers [9.11.]
48 Pts, 7 Ass, 2 Stl, 18-18 FTM beim Sieg über die Suns [16.11.]

17 der ersten 21 Spiele gewonnen, Platz eins in der Western Conference, im November eine einzige Niederlage, dazu Top 10 sowohl im Offensive (#2) als auch im Defensive Rating (#5). Die Raketen fliegen voran und haben die Zugänge Chris Paul, P.J. Tucker und Luc Mbah a Moute mühelos integriert.

Motor und Treibstoff dieses Erfolgs ist jedoch weiterhin James Harden, der die Liga derzeit in Punkten und Assists anführt und die gegnerischen Verteidigungen vor unlösbare Aufgaben stellt. Harden hat die meisten Dreier versenkt (bei 40% Quote) und in allen 21 Saisonspielen mindestens 20 Punkte erzielt, acht mal über 30. Mit 56 Punkten gegen die Utah Jazz erreichte er einen neuen Karrierebestwert und verpasste den Franchise Rekord der Rockets, aufgestellt von Calvin Murphy, um nur einen einzigen Punkt.

Diese Werte wären mutmaßlich noch besser, hätten die Rockets ihre Gegner im November nicht mit durchschnittlich beinahe 17 Punkten Differenz aus der Halle geschossen. Die Frage, ob Harden und Chris Paul auf dem Feld koexistieren können, wurde derweil lapidar mit einem deutlichen Ja beantwortet.

„The Beard“ bleibt im Oktober/November außer Konkurrenz: Nicht eine einzige Stimme entfällt auf einen anderen Kandidaten der Western Conference, Houstons Nummer 13 erhält die vollen 100% der NBACHEF-Redaktion. Das ist vor ihm nur Kevin Durant (damals Oklahoma City Thunder) im Januar 2014 sowie Stephen Curry (Golden State Warriors) im Februar 2016 gelungen. Beide wurden im jeweiligen Jahr von der Liga mit der MVP-Trophäe belohnt – Harden hat denselben Kurs eingeschlagen.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
'Oh, ob das mal gut geht mit Harden und Paul in Houston, die wollen doch beide den Ball...' Bullshit! Der Bart beweist, dass die Kombination Harden + D'Antoni eine himmlische Basketballliebe ist, egal ob CP3 die Fäden zieht oder Harden es eben selbst macht. Im November nur haarscharf an 35/10 im Schnitt vorbei geschrammt, bleibt der 28-Jährige Dreh- und Angelpunkt der zweitbesten Offensive der Liga. Harden ist, Stand heute, MVP. (Seb Dumitru)

Zum ersten Mal seit vier Jahren ist der November rum und von Platz eins in der Western Conference grüßen nicht die Golden State Warriors. Der beste Saisonstart geht dieses Jahr an die Houston Rockets und damit an James Harden. Während andere Stars wie Russell Westbrook mit ihren neuen Co-Stars so ihre Probleme haben, versteht sich der Bart prima mit Backcourt-Buddy Chris Paul. Nach zwei zweiten Plätzen bei der MVP-Wahl könnte 2017/18 endgültig Hardens Jahr sein. (Gerrit Lagenstein)



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